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Doping

Schleck beteuert seine Unschuld

Kurzmeldung

  • 13:43 18.07.2012Kurzmeldung

    Diuretika-Befunde noch kein Doping 13:43 18.07.2012
    Fränk Schlecks positive Analyse auf ein Diuretikum wird noch nicht als Dopingfall gewertet. Ein kurzer Blick in die Tour-de-France-Vergangenheit zeigt, dass Profis nach einem entsprechenden Test auch freigesprochen werden können. Im Vorjahr wurde dem Russen Alexander Kolobnew die gleiche Substanz im Urin nachgewiesen. Der russische Verband verurteilte den Fahrer damals nur zu einer geringen Geldstrafe, weil dieser angab, das Medikament wegen Kreislaufbeschwerden genommen zu haben. Der Weltverband UCI klagte vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS. Die Richter sprachen Kolobnew aber frei.

  • 10:03 18.07.2012Kurzmeldung

    Fränk Schleck bestreitet seine Schuld 10:03 18.07.2012
    Fränk Schleck hat nach seiner positiven Dopingprobe bei der Tour de France jede Schuld von sich gewiesen. "Ich streite kategorisch ab, irgendeine verbotene Substanz genommen zu haben. Ich habe keine Erklärung für das Ergebnis und bestehe auf die Öffnung der B-Probe, wie es mein Recht ist", sagte der 32-Jährige im Gespräch mit RTL. Sollte auch die B-Probe positiv ausfallen, will er Anzeige gegen Unbekannt wegen Vergiftung stellen. Der Tour-Dritte des Vorjahres vom Team RadioShack war auf der 13.Etappe positiv auf eine verbotene Substanz getestet und aus dem Rennen genommen worden.

  • 11:58 18.07.2012Kurzmeldung

    Dopingbefund: Voigt glaubt Schleck 11:58 18.07.2012
    Radprofi Jens Voigt hat erschrocken auf den positiven Dopingbefund seines Freundes und Teamkollegen Fränk Schleck reagiert. "Ich habe dafür überhaupt keine Erklärung", sagte der Routinier kurz vor dem Start zur 16.Etappe der Tour de France. Schleck bestreitet Doping und hat die Öffnung der B-Probe beantragt. "Ich glaube ihm", sagte Voigt. Laut dem 40-Jährigen ist das Team am Dienstag um 20.30 Uhr über dem Fall unterrichtet worden. "Man kann jetzt nicht so tun, als sei nichts passiert", so Voigt: "Das ist kein leichter Moment für mich. Aber Fränk ist und bleibt mein Freund."

  • 21:26 17.07.2012Kurzmeldung

    "Anormale" Probe bei Frank Schleck 21:26 17.07.2012
    Bei Frank Schleck ist während der Tour de France eine "anormale" Dopingprobe entnommen worden. Wie der Rad-Weltverband mitteilte, wies eine Urinprobe des Luxemburgers vom 14.Juli das Diuretikum Xipamid auf. Diuretika werden dazu verwendet, Dopingmittel zu verschleiern. Der Verband forderte den Rennstall RadioShack auf, "die nötigen Schritte zu ergreifen". Die Mannschaft teilte daraufhin mit, dass Schleck nicht mehr an der laufenden Tour teilnehmen wird. Nach Informationen des "Luxemburger Tageblatts" erstattete Schleck Anzeige gegen Unbekannt, weil ihm etwas untergeschoben worden sein soll.

  • 22:21 17.07.2012Kurzmeldung

    Schlecks Team hat keine Erklärung 22:21 17.07.2012
    Das Radteam RadioShack hat keine Erklärung dafür, wieso bei seinem Fahrer Fränk Schleck während der Tour de France das Diuretikum Xipamid in einer Dopingprobe entdeckt worden ist. "Es ist kein Produkt, das in einem von der Mannschaft benutzten Medikament enthalten ist", hieß es am Dienstagabend in einer Mitteilung des Rennstalls. Daher sei unklar, wie das Mittel in den Urin von Schleck gelangt sei. Das Team hatte den 32 Jahre alten Luxemburger sofort aus dem Rennen genommen. Man wolle mit den Anti-Doping-Behörden zusammenarbeiten, unterstrich der Rennstall.

Fränk Schleck steht nicht zum ersten Mal unter Dopingverdacht. Der Luxemburger musste 2008 nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zugeben, dem spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes Geld überwiesen zu haben. Weil ihm die Luxemburger Anti-Doping-Agentur glaubte, dass er den Skandal-Mediziner nur für Trainingspläne und nicht für Doping bezahlt hatte, wurde er nicht gesperrt.

Die Substanz

Diuretikum Xipamid

Xipamid ist ein Mittel, um die Ausscheidung von Flüssigkeiten und Elektrolyten über die Nieren zu steigern. Es wird verwendet, um Wassereinlagerungen aus dem Körper auszuschwemmen. Dadurch hat es eine mögliche maskierende Wirkung für Doping-Substanzen. Eine direkte leistungssteigernde Wirkung haben Diuretika aber nicht.

"Diuretika werden im Radsport dazu benutzt, andere Präparate aus dem Körper zu spülen", erklärte Helge Riepenhof, Teamarzt bei Omega Pharma-Quick Step und damit von Tony Martin. "Die Gabe ist ansonsten kontraproduktiv, weil Diuretika dem Körper Flüssigkeiten entziehen und damit Minerale." In anderen Sportarten wie Boxen oder Bodybuilding werden harntreibende Mittel zur Gewichtsreduzierung verwendet.

Diuretika-Befunde sind im Radsport nicht selten. Im Vorjahr war beim Russen Alexander Kolobnew ebenfalls ein harntreibendes Mittel entdeckt worden. Der Fahrer wurde daraufhin von seinem Team Katusha aus dem Rennen genommen. Russlands Verband verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 1500 Euro. Die UCI legte Einspruch ein, scheiterte aber vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS - Kolobnew wurde freigesprochen.

18.07.2012
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