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Lambertz: "Geile Stimmung im Stadion"

  • Video Lambertz: "Geile Stimmung im Stadion"
  • Bilderserie Andreas Lambertz - Mann für alle Klassen
  • Video "Ein Denkmal für Lambertz"
  • Video Lambertz "ein Klasse-Typ und ein Idol"
  • VideoLambertz: "Geile Stimmung im Stadion"

    Andreas Lambertz, Urgestein bei Fortuna Düsseldorf und Gast im sportstudio, erzählt im Gespräch mit Katrin Müller-Hohenstein u.a. woher sein Spitzname kommt und was die Fortuna so besonders macht.

    (29.09.2012)
    BilderserieAndreas Lambertz - Mann für alle Klassen
    Andreas Lambertz in der Regionalliga Nord / Quelle: imago
    (27.09.2012)
    Video"Ein Denkmal für Lambertz"

    Die neue Fortuna ist ganz anders als die erfolgreiche Fortuna der 70er, meint dieser Düsseldorfer Köbes: Nicht mehr versnobt, eher familiär - und "Lumpi" Lambertz sollte man ein Denkmal bauen.

    (29.09.2012)
    VideoLambertz "ein Klasse-Typ und ein Idol"

    Düsseldorfs OB Dirk Elbers im ZDF-Interview über Fortuna Düsseldorf und Kult-Fußballer Andreas Lambertz, der am Samstag, 29. September, Gast im sportstudio ist.

    (29.09.2012)

    Kurzmeldung

    • 00:04 30.09.2012Kurzmeldung

      "Hab mich einfach mitentwickelt" 00:04 30.09.2012
      Andreas "Lumpi" Lambertz ist eine Institution bei Fortuna Düsseldorf. Er durchlief mit dem Klub als bisher einziger Spieler von der Oberliga bis zur Bundesliga alle Klassen. Er habe sich "einfach mitentwickelt", sagte Lambertz im "aktuellen sportstudio". Auf die defensive Spielweise der Fortuna angesprochen, sagte Lambertz: "Wir sind so wie wir spielen erfolgreich. Der FC Chelsea ist so Champions-LeagueSieger geworden." Man solle aber die Kirche im Dorf lassen mit den Lobeshymnen: "Wir sammeln Punkte gegen den Abstieg, sind aber dennoch stolz, was wir bisher erreicht haben", so Lambertz.

    Mehr zur Sendung vom 29. September

    3:0 für den Torwand-Kandidaten

    Interview mit Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer

    Nachrichten kompakt mit Motorrad-WM und Triathlon

    "Lumpi Lambertz ist Fortuna"

    von Andreas Morbach

    Er ist eine Institution bei Fortuna Düsseldorf und einer von 13 Spielern, die nach dem radikalen Kaderumbau im Sommer noch an Bord sind beim Bundesliga-Aufsteiger. Andreas Lambertz ist kein begnadetes Talent, kein Grübler – und am Samstag Gast im „aktuellen sportstudio“.

     

    "Frag den Lumpi"

    Per Twitter können Sie uns Fragen an Andreas Lambertz schicken! Und zwar via Hashtag #FragdenLumpi

    Wählerisch ist Andreas Lambertz im Fall der Fälle nicht. Der 15. Mai 2012, der Abend des entscheidenden Relegationsspiels zwischen Düsseldorf und Hertha BSC um das letzte freie Bundesligaticket, war so ein Fall. Umrahmt von brandgefährlichen Leuchtfeuern auf der Tribüne strömten Tausende Fortuna-Anhänger, manche mit Kleinkindern auf dem Arm, noch vor dem Abpfiff auf den Rasen. Als sie das Spielfeld irgendwann am Ende des Skandalabends dann auch offiziell fluten durften, stand plötzlich ein Fan neben Lambertz – und schob dem Kapitän des frisch gebackenen Aufsteigers ein Bengalo in die Hand.

     

    Malocher und Unikum

     
    ZITAT
    In diesem Moment, an diesem Ort, hätte ich mir so ziemlich alles in die Hand drücken lassen.
    Andreas Lambertz über das Bengalo
    Der 27-Jährige griff zu – und sagt rückblickend: „In diesem Moment, an diesem Ort, hätte ich mir so ziemlich alles in die Hand drücken lassen.“ Die ersten beiden Heimspiele im Fußball-Oberhaus mussten die Rheinländer wegen der wüsten Begleitumstände bei ihrer Rückkehr in die Bundesliga vor halbleeren Rängen austragen, und für Lambertz setzte es dazu noch eine persönliche Strafe: Zwei Spiele Sperre fürs Bengalo-Tragen – ein spezieller Platzverweis, der sich für den gebürtigen Dormagen-Hackenbroicher nach Rundenbeginn aber relativierte.

     

    Denn parallel zu seiner Buße kurierte Lambertz eine Fußverletzung aus, hätte also ohnehin nicht spielen können. Zu seinem Bundesligadebüt kam der Mittelfeld-Malocher so oder so mit Verspätung, am dritten Spieltag, beim VfB Stuttgart. Und zwar als Unikum: Nie zuvor war in Deutschland ein Fußballer mit ein und demselben Verein von der vierten in die erste Liga durchmarschiert.

     

    Charakterstarkes Maskottchen

    SPORTstudio am Samstag

    Studiogast ab 23 Uhr: Andreas Lambertz, Moderation: Katrin Müller-Hohenstein,                   Themen: Bundesliga, 2. Liga, Premier League

     „Gäbe es in Düsseldorf ein Maskottchen, dann wäre das der Lumpi. Er ist Fortuna“, formuliert Finanzchef Paul Jäger die tiefe Verbundenheit zwischen dem Klub und dem Spieler, der seine Vertragsverlängerung (bis 2014) im vergangenen November entsprechend süffisant kommentierte: „Wo hätte ich auch sonst hingehen sollen?“

     

    In der rhetorischen Frage schwingt nicht zuletzt das Wissen mit, sich in Düsseldorf nicht primär durch fußballerische Höchstbegabung unentbehrlich gemacht zu haben. Sondern vor allem durch enormen Fleiß, Zuverlässigkeit und Charakterstärke, so dass ihm Vorstandschef Peter Frymuth nun die offenen Arm entgegen streckt: „Lumpi hat noch viele Jahre als Fußballer vor sich – und ich hoffe, sie sind alle bei Fortuna.“

     

    Wilde Bastelarbeiten

     
    ZITAT
    Er ist nicht fehlerfrei, aber immer bemüht – und das muss unser Weg sein!
    Fortuna-Trainer Norbert Meier
    Größere Zweifel, dass es so kommen wird, hegen die Verantwortlichen am Flinger Broich nicht. Auch seitens des Trainers gibt es keine Bedenken. Nach dem Aufstieg startete Norbert Meier wilde Bastelarbeiten mit seinem Kader, holte im Sommer insgesamt 18 neue Spieler, nur 13 aus dem Aufstiegsteam durften bleiben. Einer davon: Andreas Lambertz, in Meiers Augen das lebende Synonym für das zurückliegende Jahrzehnt Fortuna Düsseldorf.

     

    „Er ist nicht fehlerfrei, aber immer bemüht – und das muss unser Weg sein“, beschreibt der Chefübungsleiter seine Wertschätzung für den unkomplizierten Mann mit der Rückennummer 17. Dabei sind dem Geehrten selbst derartige Grundsatzgedanken eher fremd. „Ich mache mir insgesamt um nicht viel einen Kopf“, sagt der zweifache Familienvater, der Fotos seiner Kinder oder von feuchtfröhlichen Feiern ungeniert auf seine Homepage stellt.

     

    Schöne Geschichte

    ZITAT
    Die Sache mit der Fackel war ein Fehler – auch wenn ich sie nur ein paar Sekunden in der Hand hatte.
    Andreas Lambertz
    Die Geschichte mit dem Bengalo machte ihn allerdings schon ein wenig nachdenklich. Mit seiner Frau und seinen Eltern hat er darüber gesprochen. Nicht übermäßig lang, aber immerhin. Vergangenheitsbewältigung à la Lambertz, der gesteht: „Es war nicht schön, auf der Tribüne zu sitzen.“ Und der inzwischen findet: „Die Sache mit der Fackel war ein Fehler – auch wenn ich sie nur ein paar Sekunden in der Hand hatte.“

     

    Seit er wieder gesund ist und seine Sperre abgesessen, stand Lambertz in drei Ligaspielen jeweils 90 Minuten auf dem Platz. Als der bekannt giftige Fußball-Arbeiter, bei dem viele bei jedem Düsseldorfer Aufstieg aufs Neue dachten, diese Klasse sei endgültig eine zu hoch für den furchtlosen Kämpfer. Doch im Gegensatz zu vielen anderen ist Andreas Lambertz immer noch da. „Und das“, findet sein aktueller Coach Norbert Meier, „ist wirklich eine schöne Geschichte.“

    Andreas Lambertz

    geboren am 15. Oktober 1984

    Vereine:

    SG Orken Noithausen (ab 1990)

    TSV Bayer Dormagen                

    TSV Norf

    Borussia Mönchengladbach (bis 2001)

    VfR Neuss (Januar 2002)

    Fortuna Düsseldorf (seit 2002)

    30.09.2012
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