Sendung vom 17. Juli
Giftmüll macht krank - und Behörden mauern
Die Deponie Eyller Berg bei Kamp-Lintfort am Niederrhein gehört zu den größten in Deutschland. Dort liegen hochgiftige Industriebfälle: Quecksilber, Blei, Arsen, Dioxine, Cyanide. Giftmüll aus ganz Europa wird hier angekarrt und endgelagert: ein lohnendes Millionen-Geschäft für die Betreiber. Sie haben die ehemalige Kiesgrube in den 70erJahren gekauft und sie zunächst als ganz normale Müllkippe betrieben. Doch schon wenige Jahre später landen hier auch giftige Sonderabfälle. Die Deponie wächst und wächst. Seit Krebsfälle in der Umgebung zunehmen, gibt es die ersten Bürgerproteste. Doch bis heute genehmigen Aufsichtsbehörden die Ablagerung, obwohl alle vorliegenden Daten darauf hindeuten, dass der Eyller Berg immer mehr zur Gefahr für Anwohner und Umwelt wird. Und es droht ein weiteres Risiko.Frontal21 über die Leichtfertigkeit von Behörden. Manuskript des Beitrags Diskutieren Sie mit!
Gefahr aus dem Netz - Viren als Waffe
Unschuldig hinter Gittern? - Kampf um die Wahrheit
Trotz des Rechtsgrundsatzes "in dubio pro reo " - im Zweifel für den Angeklagten - werden in Gerichtsverfahren auch Unschuldige verurteilt. Bei Kapitalverbrechen bleibt ihnen dann nur eine Chance: ein aufwändiges Wiederaufnahmeverfahren. Allein den Weg dorthin nennt der Passauer Strafrechtler Professor Holm Putzke "steinig und vermint". So dürfen nur neue Beweise vorgelegt werden. Strafverteidiger und Strafrechtler kritisieren außerdem, dass der Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo" im Zulassungsverfahren für Wiederaufnahmen nicht gilt.Frontal21 über den Kampf um die Wahrheit aus dem Gefängnis heraus. Manuskript des Beitrags


