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WISO-Duell: Ist Bio besser?
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Bio oder nicht: Was ist besser?
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EU-Biosiegel soll für Durchblick sorgen
WISO-Duell: ist Bio besser?
Bio oder nicht: Was ist besser?
EU-Biosiegel soll für Durchblick sorgen
von Markus Resch und Anja Utfeld
Die Biobranche wirbt mit der Naturbelassenheit ihrer Produkte. Doch wirkt sich das auch auf die Qualität aus? Stecken in Obst und Gemüse vom Biohof mehr Vitamine? Und Pestizide, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, können auch auf dem Teller landen. Ist konventionelle Ware daher generell belastet? Kann man sich bei Biolebensmitteln immer darauf verlassen, dass sie frei von Schadstoffen sind?Die Hersteller von Bioprodukten dürfen zwar deutlich weniger Zusatzstoffe einsetzen, doch ganz ohne bestimmte Mittelchen kommen auch sie nicht aus. Kinderlebensmittel, die alles andere als gesund sind: Das gibt es inzwischen auch in der Biobranche. WISO nimmt Fertigprodukte mit und ohne Biosiegel ins Visier - und entlarvt Etikettenschwindel auf beiden Seiten.Vielen Verbrauchern geht es aber bei Biolebensmitteln nicht nur um das eigene Wohlbefinden. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur und mit den Tieren spielt eine entscheidende Rolle. WISO zeigt die unterschiedlichen Herangehensweisen in der Landwirtschaft und fragt nach den Motiven, die jeweils dahinter stehen. Ebenfalls zu klären: Ist eine Ernährung mit Biolebensmitteln überhaupt für jeden erschwinglich? Zwei Familien machen für das WISO-Duell den Preis-Check. Und das große Finale findet in edlem Ambiente statt: Auf der Stromburg von Sternekoch Johann Lafer gibt es einen Geschmackstest. Was schmeckt besser? Bio oder konventionell? Gibt es überhaupt einen schmeckbaren Unterschied? Da ist selbst der Meisterkoch gespannt!WISO fragt außerdem Ist eine dauerhafte Ernährung mit Biolebensmitteln im Alltag überhaupt machbar? Bekommen wir Bioware mittlerweile überall? Zwei Studentengruppen treten in Frankfurt gegeneinander an. Ihre Aufgabe: Sie sollen ein Fast Food-Menü besorgen: Burger, Suppe, Softgetränk, Salat, Kaffee und etwas Süßes. Welcher Gruppe fällt es leichter, sich in der Mittagspause einen Snack zu organisieren? Diesen und noch mehr Tests gibt es im WISO-Duell: Ist Bio besser?Nahrungsmittelskandale seit 1985
Unsere Ernährung gewinnt zunehmend an Beachtung. Ob Kochshows im Fernsehen, Diät-Ratgeber in Zeitschriften oder Ernährungshinweise im Schulunterricht, ständig begegnet uns das Thema "Essen". Trotz all der Aufmerksamkeit, die unseren Lebensmitteln entgegengebracht wird, kommt es immer wieder auch zu Nahrungsmittelskandalen.1985: Rinderwahnsinn
Erster BSE-Fall in Großbritannien: Die tödliche Krankheit wird durch Futtermehl aus tierischen Abfällen übertragen. Der Verzehr von BSE-Fleisch kann beim Menschen die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen. BSE steht für "Bovine Spongiforme Enzephalopathie" und wird auch als "Rinderwahnsinn" bezeichnet.
1986: Glykol im Wein
Weinskandal in Deutschland: Zahlreiche in Deutschland verkaufte Weine enthalten Glykol, das auch als Frostschutzmittel verwendet wird. Es handelt sich dabei überwiegend um österreichische Prädikatsweine. Aber auch in Weinen aus deutschen Anbaugebieten wird Frostschutzmittel entdeckt.
1987: Verwurmte Fische
Fische mit Würmern: Seefische sind von Fadenwürmern (Nematoden) befallen. Der Fischverbrauch geht in Deutschland kurzzeitig zurück. Die Fischindustrie führt daraufhin Sichtkontrollen bei der Herstellung von Fischfilet ein.
1988: Hormon-Kälber
Skandal um Hormon-Kälber: Bei der Kälbermast in Deutschland werden verbotene Hormone verabreicht. Über 70.000 Kälber werden von den Behörden beschlagnahmt, getötet und vernichtet.
1989: Listeriose
Listeriose-Fund: Im Weichkäse aus Frankreich und in belgischen Leberpasteten werden Listeriose-Bakterien gefunden. Diese Bakterien sind vor allem für immungeschwächte Menschen gefährlich.
1990: BSE in der Schweiz
Erster BSE-Fall in der Schweiz: Im Tierspital Bern wird der BSE-Erreger in der Gehirnprobe einer Milchkuh aus dem Berner Jura gefunden. Deutschland verhängt ein totales Importverbot für lebende Rinder aus Großbritannien.
1994: Pestizid in Babynahrung
Verseuchte Babynahrung: In Babynahrung wird unter anderem das Pestizid Lindan gefunden. Das Pflanzenschutzmittel ist nur schwer abbaubar und reichert sich im Fettgewebe an. Schon kleine Mengen können den Menschen schädigen. Bei einer Fliege wirkt bereits ein Milliardstel Milligramm von Lindan tödlich.
1996: Fleischschwindel
Antilope statt Reh: In Baden-Württemberg und Bayern wird Antilopenfleisch der afrikanischen Steppe als teures Rehfleisch verkauft. Fast jede zehnte Rehkeule ist falsch deklariert. Das Fleisch der Antilope gilt zwar als gesundheitlich unbedenklich, ist aber erheblich billiger als Reh.
1997: Coca-Cola mit Lösungsmitteln
Chemie-Cola: In Coca-Cola-Dosen aus Lüneburg wird das Lösungsmittel Trichloranisol gefunden. Vermutlich haben verunreinigte Deckel zu den Chemie-Rückständen in der Cola geführt.
1998: Gepanschte Butter
Chemie-Butter aus Italien: Die Butter wird mit billigem Rindertalg, chemischen Zusätzen und minderwertigen pflanzlichen Fetten gestreckt und auch nach Deutschland geliefert. Die gepanschte Butter wird vor allem als Grundstoff für Fertig-Backwaren und Kekse genutzt.
1999: Dioxinskandal
Dioxinskandal in Belgien: Über Tierfutter gelangt der Giftstoff Dioxin in Geflügel, Schweinefleisch und Eier. Als Ursache gilt verunreinigtes Fett aus zwei belgischen Fettschmelzen. Tausende Produkte müssen aus dem Verkauf genommen werden.
2000: BSE in Deutschland
Erster BSE-Fall in Deutschland: Es handelt sich um eine Kuh, die 1996 in Schleswig-Holstein geboren wurde. Deutschland gilt bisher als BSE-frei. Bis Ende 2000 sterben in Großbritannien rund 80 Menschen an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.
2001: Verwässerter Schinken
Gestreckter Schinken: Bundesweit wird in Deutschland Kochschinken mit Wasser gestreckt. Der Wassergehalt liegt bei bis zu 35 Prozent. Zusammengehalten wird der Schinken durch Dickungsmittel, Geliermittel und fein zerkleinerte Fleischmasse.
2002: Acrylamid
Acrylamid: Eine schwedische Studie veröffentlicht, dass Acrylamid bei Tieren Krebs auslöst und das Erbgut schädigt. Acrylamid entsteht beim Backen und Frittieren, vor allem in Chips und Pommes, sowie bei Getreideprodukten durch starkes Erhitzen.
2003: Babymilch
Babymilch-Skandal: In Israel sterben zwei Säuglinge infolge falsch produzierter Säuglingsnahrung aus Deutschland: Der Muttermilch-Ersatz wird mit zu wenig Vitamin B angereichert. Säuglingsmilch ohne ausreichend Vitamin B löst Mangelerscheinungen aus.
2004: Farbstoffe in Gewürzen
"Bunte" Gewürze: Gewürze aus dem Ausland enthalten krebserregende Farbstoffe. Zum Beispiel "Buttergelb" in Currygewürz und "Nitroanilinrot" in Paprikapulver. Die Gewürze stammen vorwiegend aus Indien, Türkei, Osteuropa und den ehemaligen Sowjetstaaten.
2005: Ekelfleisch
Ekelfleisch: In Bayern werden Schlachtabfälle aus der Schweiz umetikettiert und als Frischware verkauft. In Niedersachsen wird verdorbenes Geflügelfleisch an Imbiss- und Dönerbuden verkauft. In ganz Deutschland finden Kontrolleure in Kühlhäusern verdorbenes Fleisch.
2006: Saft mit Druckchemikalie
Chemikalie im Saft: In Obst- und Gemüsesäften, die in Kartons abgefüllt sind, werden Spuren der Druckchemikalie ITX gefunden. Die Belastungen sind bis zu achtmal höher, als das Bundesinstitut für Risikobewertung für akzeptabel hält. Die betroffenen Produkte werden zurückgerufen.
2007: Dioxin in Dorschleber und Guarkernmehl
Dioxin in Dorschleber und Guarkernmehl: Fischkonserven mit Dorschleber sind stark mit Dioxin belastet. Auch in Guarkernmehl aus Indien, das über eine Schweizer Firma vertrieben wird, sind hohe Dioxinwerte enthalten. Guarkernmehl wird unter anderem in Getränken, Joghurt und Suppen zur Verdickung verwendet.
2008: Recycelter Käse
Ekelkäse: In Italien wird verdorbener Käse recycelt und als Frischware, wie Mozzarella, Gorgonzola oder Schmelzkäse in Supermärkten in Deutschland, Frankreich und Holland verkauft.
2009: Analogkäse
Analogkäse kommt auf die Teller der Deutschen: Dieses billige Käse-Imitat besteht aus Wasser, Pflanzenfett, Milcheiweiß, Stärke oder Geschmacksverstärkern und wird als normaler Käse verkauft.
2010: Dioxin in Eiern und Fleisch
Dioxinskandal: Mit Dioxin belastetes Fett wird an Futtermittelbetriebe geliefert. Dort wird es weiterverarbeitet und an Bauernhöfe ausgeliefert. Nicht nur in Eiern und Geflügelfleisch wird das Gift gefunden, sondern auch in Schweinefleisch.
2011: EHEC-Epidemie
EHEC-Epidemie: Durch den Verzehr von Sprossen infizieren sich über 3000 Menschen mit dem Darmkeim EHEC. Das sind Bakterien, die Toxine bilden. Der Erreger kann Durchfall auslösen, aber auch zu schweren Nierenschäden und zum Tod führen.
2012: Müller-Brot
Hygienemängel bei Müller-Brot: In der Großbäckerei Müller wurden Schädlinge wie Kakerlaken und Mäusekot gefunden. Trotz wochenlanger Reinigungs- und Umbauarbeiten tauchten erneut Schädlinge auf.


