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Sendung vom 01.08.2012 [Archiv]

Olympia Quiz

Hätten Sie's gewusst?

Fünf Ringe, ein Feuer, spannende Wettkämpfe und Milliardenumsätze - gut zwei Wochen lang werden die Olympischen Spiele von London das Weltgeschehen beherrschen. Die Dokumentation lässt die großen und die kleinen Geschichten rund um Olympia auf informative und unterhaltsame Art Revue passieren. 

Entzündung der Olympischen Flamme in Olympia / Quelle: dpa

Olympia Quiz

Die Olympischen Spiele der Antike fanden von etwa 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. alle vier Jahre, nach Ablauf einer Olympiade, im Sommer statt.

(25.07.2012 Quelle: dpa)

Es geht um antike Götter, unvergessene Sportler, heikle Momente und kuriose Ereignisse. Die Sendung lädt dazu ein, olympisches Wissen zu testen: Hätten Sie's gewusst?

Antike Olympioniken / Quelle: dpa
Antike Olympioniken (Quelle: dpa)

Antike Traditionen

Dass die Olympischen Spiele ihren Ursprung im antiken Griechenland haben, ist weithin bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Athleten vor mehr als 2500 Jahren splitternackt an den Start gingen. Ob wirklich Orsippos der Urheber war, ein Läufer, der seinen Lendenschurz verlor und trotzdem siegte, ist unklar. Fest steht: Fehlstarts endeten schmerzhaft. Das Reglement kannte nur eine Strafe - Auspeitschen.

Kritiker sagen, die modernen Spiele seien nichts weiter als ein großes Geschäft. Aber schon in der Antike ging es um mehr als nur Sport. Die Spiele waren eine Kulthandlung. Am ersten Tag der Spiele huldigten die Sportler Zeus. Im Zentrum des Olympia-Heiligtums stand eine 13 Meter hohe Statue aus Gold und Elfenbein - eines der sieben antiken Weltwunder. Ende des 4. Jahrhunderts kam das Ende der alten olympischen Spiele. Der Zeus-Kult war mit dem Christentum nicht mehr vereinbar.

Kristin Otto mit ihren Goldmedaillen, 1988 / Quelle: dpa
Kristin Otto, 1988 (Quelle: dpa)

Unvergessene Triumphe

Acht Mal Gold, vier Mal Silber: Birgit Fischer heißt die erfolgreichste Deutsche bei Olympia. Seit Moskau 1980 sammelte sie olympisches Edelmetall. Ob allein, zu zweit oder zu viert - 20 Jahre lang galt: Olympia ist, wenn Birgit Fischer siegt. Bis zur Wende für die DDR, in Barcelona 1992 erstmals für ganz Deutschland. Acht Jahre später erklärte sie ihren Rücktritt. Da war sie bereits die erfolgreichste deutsche Olympionikin aller Zeiten.

Noch vor dem Dressurreiter Reiner Klimke. Bei fünf Spielen brachte er es auf sechs goldene und drei bronzene Medaillen. Kristin Otto brachte das Kunststück fertig, mit nur einer Teilnahme in Seoul 1988 sechs Mal Gold zu holen.

Eric Moussambani bei den Olympischen Spielen 2000 / Quelle: ap
Eric Moussambani 2000 in Sidney (Quelle: ap)

Ungewöhnliche Helden

Welche Disziplin würden sie dem Hollywood-Haudegen Bud Spencer zutrauen - 1,92 Meter groß. Bauchumfang unbekannt. Star in 105 Filmen? Carlo Pedersoli, wie Bud Spencer im richtigen Leben heißt, war immer schon ein Schwergewicht. Bei seiner Geburt wog er sechs Kilo. Aber er hatte Talent fürs Schwimmen, trainierte schon als Kind in einem Verein. 1950 wurde er das erste Mal italienischer Meister. Zehn weitere Titel sollten folgen. 1952 schickte ihn sein Land zu den olympischen Spielen in Helsinki. Er wurde Fünfter auf seiner Paradestrecke 100 Meter Freistil.

Bei den Spielen in Sidney 2000 brachte es der Schwimmer Eric Moussambani aus Äquatorialguinea zu kurzem Weltruhm. Im 100-Meter-Freistil-Vorlauf startete die Konkurrenz zu früh - und schied aus. Moussambani schwamm mutterseelenallein, vor 17.000 Zuschauern. Erst acht Monate zuvor soll er überhaupt Schwimmen gelernt haben. Eine Wild-Card vom IOC hatte ihm die Teilnahme ermöglicht. Am Ende stand dennoch ein Olympia-Rekord: länger als er hatte zuvor noch kein Teilnehmer gebraucht.

Abebe Bikila  / Quelle: dpa
Abebe Bikila in Aktion (Quelle: dpa)

Kuriose Geschichten

Wissen Sie, was der Sex-Test bei Olympia ist? Seit 1968 mussten Athletinnen, die bei Olympia antreten wollten, nachweisen, dass sie wirklich Frauen sind. Entschieden wurde das anhand der Chromosomen: XX für die Frau, XY für den Mann. Wer ein männliches Y-Chromosom aufwies, durfte nicht als Frau starten. Berühmtes Beispiel: die sowjetische Kugelstoßerin Tamara Press und ihre Schwester, Läuferin Irina. Beiden wurde unterstellt, ein männliches Y-Chromosom zu haben. Angeblich ein Leistungsvorteil. 1968 in Mexiko, als der Test erstmals bei Olympischen Spielen durchgeführt wurde, traten beide nicht mehr an. Vor den Olympischen Spielen in Sydney hat das IOC den diskriminierenden Test wieder abgeschafft. Denn heute weiß man: Die Leistungsfähigkeit hängt nicht von den Chromosomen ab.

1960 in Rom staunten Zuschauer und Sportler nicht schlecht als der 28-jährige Abebe Bikila, Leibwächter von Äthiopiens Kaiser Haile Selassie, den Marathon barfuß lief - und auch noch gewann. Nur seinem Ausrüster zuliebe trug er anfangs überhaupt Schuhe. Als sie ihn am Wettkampftag drückten, zog er sie aus - und düpierte mit einem neuen Weltrekord die gesamte in Schuhen angetretene Konkurrenz.

01.08.2012

Sendungsinformationen

Mittwoch 01.08.2012, 17:00 - 17:45 Uhr 

VPS 01.08.2012, 17:00 Uhr


Länge: 45 min.

Dokumentation, 2008

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