Biomimikry
Die Lebensweise der Menschen hat sich durch Kommunikationstechnik und Medien radikal verändert. Wirtschaftliche Prozesse erfordern inzwischen Entscheidungen im Minutentakt. In den Städten wird die Verkehrsregelung immer komplexer und überall auf der Welt gehen die Menschen immer mehr und immer höhere Umweltrisiken ein. Die Aufnahmefähigkeit des Einzelnen wird zunehmend bis an die Kapazitätsgrenze ausgereizt. Kann ein genauer Blick in die Natur bei der Lösung dieser vielen Herausforderungen helfen?
Vorbild Natur
In der dritten Folge der Reihe "Biomimikry - Natürlich genial!" geht es unter anderem um die Entschlüsselung der Kommunikation bei Delfinen, um die Schwarmintelligenz von Ameisen und darum, wie beispielsweise ein Schleimpilz dabei helfen kann, Verkehrswege zu verbessern.Was ist Biomimikry?
Biomimikry (oder auch Bionik oder Biomimetik), beschäftigt sich mit der Entschlüsselung von „Erfindungen der belebten Natur“ und ihrer innovativen Umsetzung in der Technik. Dabei liegt die Annahme zugrunde, dass es in der Natur durch evolutionäre Prozesse optimierte Strukturen und Prozesse gibt.
Die Abläufe in der Natur zu entschlüsseln und so für den Menschen innovative, umweltfreundliche technische Lösungen zu finden - das ist die Mission der amerikanischen Wissenschaftlerin Janine Benyus. Die sogenannte "Mutter der Biomimikry" reist unermüdlich, um Designer, Ingenieure, Architekten und andere in aller Welt zu lehren, die Prinzipien und Funktionsweisen unserer natürlichen Umwelt zu übernehmen. Ihr Credo: Der Mensch muss sich wieder in den natürlichen Kreislauf integrieren und sich die genialen Prinzipien der Natur aneignen, um weiterhin auf der Erde überleben zu können.Neben Janine Benyus zeigt die Reihe führende europäische Wissenschaftler auf dem Feld der Biomimetik wie den "Vater der Bionik" in Deutschland, Ingo Rechenberg, die Inhaberin des weltweit einzigen Lehrstuhls für Biomimetik, Antonia Kesel, den Geschäftsführer von Evologics und ehemaligen Rechenberg-Schüler Rudolf Bannasch sowie Joanna Aizenberg, die in Harvard ein eigenes Institut für Materialforschung gründen konnte.



