Abenteuerurlaub auf dem Mars, ein verlängertes Wochenende auf dem Jupiter oder Flitterwochen auf der Venus. Wer weiß, was in Zukunft möglich sein wird? Fest steht: Den Reiseführer für interplanetare Fernreisen gibt es schon heute - in Form der sechsteiligen Reihe "Reiseführer durch die Galaxie". Mit Hilfe fotorealistischer Computertricks werden die Sehenswürdigkeiten des Sonnensystems vorgestellt. Hinzu kommen zahlreiche Tipps für das menschliche Überleben vor Ort.
Der Mars
Schon die alten Römer kannten den Mars, der von der Erde aus gut sichtbar ist - und benannten ihn aufgrund seiner blutroten Farbe nach ihrem Kriegsgott. Seitdem mit dem Aufkommen von Fernrohren im 17. Jahrhundert genauere Beobachtungen entfernter Gestirne möglich wurden, beflügelte der Mars auch die Phantasie von Schriftstellern, die den Roten Planeten mit allerlei mehr oder minder intelligenten Bewohnern bevölkerten. Heute wissen wir dank zahlreicher Raumsonden, dass der Mars eine kalte und wüste Einöde ist - wenn es hier irgendwo Leben gibt, muss es sich tief in den Boden zurückgezogen haben. Aber was dem Mars an Fauna und Flora fehlt, macht er mit atemberaubenden Landschaften wieder wett: Vom größten Vulkan des Sonnensystems, dem Olympus Mons, bis zum weit verzweigten, spektakulären Canyon-System Valles Marineris reicht das Spektrum an Sehenswürdigkeiten, das "Reiseführer durch die Galaxie" in dieser Folge vorstellt. Und natürlich kommen die praktischen Tipps für zukünftige Weltraum-Touristen nicht zu kurz: So etwa der Hinweis auf die geringe Schwerkraft auf dem Mars, die auch ungeübten Athleten Supersprünge ermöglicht. Bis dieser Freizeitsport allerdings wirklich in Mode kommt, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen.Die Venus und der Merkur
Wer Bleigießen zu seinen Hobbys zählt, ist hier genau richtig: Stattliche 427 Grad Celsius beträgt die Höchsttemperatur auf dem sonnennächsten Planeten Merkur - 99 Grad mehr, als zum Schmelzen von Blei notwendig sind. Auch auf der wolkenverhangenen Venus erwartet etwaige Besucher ein Hitzeschock: Die Atmosphäre besteht zu 96,5 Prozent aus Kohlendioxid und beschert dem Planeten eine Durchschnittstemperatur von 460 Grad Celsius. Der Luftdruck entspricht in etwa dem 90-fachen des irdischen."Reiseführer durch die Galaxie" stellt die touristischen Hotspots der beiden heißesten Planeten unseres Sonnensystems vor: Wer spektakuläre Sonneneruptionen aus nächster Nähe beobachten will, sollte einen hitzefesten Liegestuhl auf dem Merkur reservieren. Wem dagegen der Sinn nach einem wahrhaftigen Höllenritt steht, sollte einen Tauchgang in die Venus-Atmosphäre buchen, wo den Besucher neben extremer Hitze auch dichte Wolken aus Schwefelsäure erwarten.

