Romy Schneider - 1980
Am 29. Mai 1982 wird die Schauspielerin Romy Schneider tot in ihrer Pariser Wohnung aufgefunden. Ein französischer Arzt attestiert als Todesursache Herzversagen. Doch viele bezweifeln diese Diagnose. Hat die berühmte Schauspielerin vielleicht Selbstmord begangen oder starb sie an einem gebrochenem Herzen?
Ruheloses Leben
Romy Schneider wächst als Tochter vielbeschäftigter Schauspieler auf, die sie nur selten sieht. Bereits als 14-jährige entdeckt sie ihre Liebe zur Schauspielerei. Ihre Mutter Magda Schneider nimmt sie mit zu Probeaufnahmen, wo sie mit ihrer Natürlichkeit alle begeistert. Im Alter von 17 Jahren erobert Romy als Sissi das Herz von Millionen. Zeit ihres Lebens versucht sie sich danach von dieser Filmrolle zu lösen. Die Tragik der Figur in der Sissi-Trilogie soll sich auch in ihrem wahren Leben widerspiegeln.Schon früh zieht sie nach Frankreich zu ihrer großen Liebe Alain Delon. In Paris sucht sie nach neuen schauspielerischen Herausforderungen. Doch die Beziehung zu Delon scheitert und Romy flieht in die Ehe mit Harry Meyen. Gemeinsam mit ihrem Sohn David wollen sie in Deutschland einen harmonischen Familienalltag leben. Aber Romy Schneider ist dafür nicht gemacht. 1973 zieht sie mit dem kleinen David zurück nach Paris.Arbeiten bis zur Erschöpfung
Die folgenden Jahre sind geprägt von Romys unaufhaltsamen Aufstieg zum Weltstar und ihrer leidenschaftlichen Arbeit vor der Kamera. Doch glücklich ist sie nur selten, dazu lassen immer wieder ihre Kräfte nach: 1981 wird sie mit akutem Nierenversagen ins Krankenhaus geliefert. Wenig später verunglückt ihr 14-jähriger Sohn David tödlich und die Schauspielerin stürzt in eine tiefe seelische Krise.Trotzdem setzt sie die Dreharbeiten zu ihrem letzten Film 'Die Spaziergängerin von Sans-Souci' fort. Wie schon so oft, klammert sich Romy Schneider in dieser schwierigen Zeit an die Schauspielerei. Bis zu ihrem Tod dreht sie 57 Filme. Schneiders plötzlicher Tod im Alter von nur 43 Jahren wirft viele Fragen auf. Gerüchte über Drogen, Alkohol und Depressionen verstärken den Verdacht eines nicht natürlichen Todes.

